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KIZ News 3/00 - Morgens um sieben

Für die meisten Großen des KIZ beginnt der Tag bereits morgens um fünf.

Es ist 5.45 Uhr und es heißt wieder einmal aufstehen. Schnell waschen, anziehen und frühstücken und dann nichts wie zum Zug. Um 6.30 Uhr geht´s los, immerhin wird eine dreiviertel Stunde bis zum Eintreffen im KIZ vergehen.

Schnell noch das Tablett mit dem Frühstücksgeschirr herrichten und hinauf in die Gruppe tragen. Da kommen auch schon die ersten Kinder.

Wir setzen uns um einen Tisch und spielen Memory. Nach einiger Zeit entwickelt sich das Spiel so, dass die Kinder auch kurz ohne weitere Unterstützung auskommen. Eine gute Gelegenheit, um alles für´s Basteln herzurichen. 2 Kinder sind die ersten, die am Basteltisch sitzen.

Um 8.30 Uhr kommt Silvi und nimmt die Mäuschen mit in ihre Gruppe.

Doch es wird nur kurz leer im Raum. Nach und nach finden alle Käfer in ihre Gruppe und es wird noch ein bisschen gebastelt. Also wieder ein bisschen Luft, um Vorbereitungen zu treffen. Diesmal geht es um den Tee, der zur Jause getrunken wird. Da kommt auch schon Margit , die “Uhr" der Kinder, in die Gruppe. “Uhr" deshalb, weil die Kinder wissen: Wenn Margit kommt, ist es 9.00 Uhr; Zeit einzuräumen. Die ersten Kinder stimmen unser Einräumungslied an, dann wird gemeinsam aufgeräumt. In der Puppenecke tobt das Chaos besonders gerne. Ausräumen ist eben viel leichter als einräumen und da heißt es eben oft: “Ich weiß nicht, wo das hingehört." Oder: “Das kann ich noch nicht." Dann gilt es, die Kleinen so zu animieren, dass sie ihren Widerstand aufgeben und gleichzeitig die Sessel für den Morgenkreis aufstellen. Warum haben Kindergärtnerinnen eigentlich nur zwei Hände, zwei Augen und einen Mund?

Ist alles an Ort und Stelle, singen wir das Gute-Morgen-Lied und setzen uns zum Morgenkreis zusammen. Eine halbe Stunde wird erzählt, gesungen, Fingerspiele und Sprüche geübt und über bestimmte Anlässe gesprochen. Gegen 10 Uhr schließen wir den Kreis und holen die Jausentaschen herein. Hat jeder einen Platz, muss das Geschirr herein und das eine oder andere Kind braucht Unterstützung beim Auspacken. “Ich habe Durst!", “Kann ich was trinken?", “Kann ich eine Krone in meinen Apfel haben?", “Ich brauche einen Löffel!" “Ich muss mal". Und während die Großen unablässig auf Trab bleiben, hört man auch schon “Ich bin fertig!" Also weiter im Text: Zähne putzen, Geschirr wegräumen, Tische abwischen, Brösel aufkehren ... Bis alle Kinder die Zähne gesputzt haben ­ oft mit vereinten Kräften, denn ein Vorschulkind liebt es, zwei “Kleineren" zu assistieren ­ ist es 10.30 Uhr bis 10.45 Uhr geworden.

Jetzt ist es Zeit, die Kinder aus eigener Initiative spielen zu lassen. Von den Großen in der Gruppe nutzt jetzt die eine die Gelegenheit, das schmutzige Geschirr in die Küche zu tragen, während die andere den Kindern mit Rat und Tat zur Seite steht. Um 11.30 Uhr gehen alle gemeinsam für eine halbe Stunde in den Bewegungsraum. Schließlich wollen sich Kinderbeine auch einmal ordentlich bewegen können. Rhythmik, Bewegungsspiele, Kreisspiele und kleine Turnübungen machen in so einem großen Raum gleich nochmal soviel Spaß.

Um 12.30 Uhr gibt es Mittagessen. Während sich die Kleinen einen Platz suchen, holen die Großen das Essen aus der Küche, richten das Geschirr her. Dann reichen sich alle die Hände. Und während das Essen ausgeteilt wird, müssen gleichzeitig die Gläser vorbereitet und das Abräumtablett hergerichtet werden. Nach dem Essen gehen die Kinder ihre Zähne putzen. Die Wickelkinder werden gewickelt, die Gruppe muss blitzschnell wieder blitzblank gemacht und der Schlafraum muss hergerichtet werden. Dazwischen hektische Suche nach Schnullis, Flaschis und Schmusetieren. Ein routinierter Griff in die Rucksäcke und da sind sie, die unverzichtbaren Schlafutensilien.

Um 13.00 Uhr kehrt langsam Ruhe ein. Die ganz Kleinen schlafen in der Mäuschengruppe, die schon etwas größeren spielen ruhig in der Dinogruppe. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, die Bastelarbeiten fertig zu machen, die am Vormittag unvollendet geblieben sind.

Ab 14.00 Uhr starten die Nachmittagskurse. Dann müssen die Kinder entsprechend verteilt werden. Und um 15 Uhr gibt es die Nachmittagsjause, die wiederum aus der Küche heraufgezaubert werden muss. Vereinzelt stoßen die Schlafmäuschen mit Sack und Pack herein und wollen angezogen werden. Sind alle aufgewacht, verschwinden ganz nebenbei die Betten aus der Mäuschengruppe. Und so allmählich leert sich auch die Dinogruppe, da die ersten Kinder abgeholt werden.

Für die letzten Großen wird es aber 18.00 Uhr, bis auch sie nach Hause gehen.

Patricia Wolf

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